Etappe 2, von Novalja nach Starigrad-Paklenica – erster Ausflug ins Gebirge

Als erstes Ziel steuerte ich an diesem Tag den kleinen Strand „Jadra“ unweit von Stara Novalja an. Wobei Strand hier übertrieben ist, es war mehr ein felsiger Küstenabschnitt, an dem man Baden konnte. Ich war ganz allein hier, was mir gut gefiel. Ich genoss das Meeresrauschen, den Blick hinüber zum Festland und lief ein bisschen auf den Felsen am Meer entlang.

Dann ging es zur nördlichsten Spitze von Pag, in den Ort Lun. Die Straße dorthin war landschaftlich richtig schön. Die letzten Kilometer stand links und rechts neben der Straße jeweils eine Trockensteinmauer. Das sieht wesentlich schöner aus als Leitplanken!

Lun selber ist ein kleines und ruhiges Fischerdorf. Am Ortseingang gibt es einen alten Olivenhain.

Auf der Fahrt zurück nach Novalja genoss ich noch einmal die herrliche Landschaft links und rechts der Straße. Der Weg führte weiter über Kolan und Šimuni wieder durch den Ort Pag zurück auf das kroatische Festland.

Ich passierte ein paar kleinere Ort und war am frühen Nachmittag auf der Europastraße 65, einer der schönsten und beliebtesten Küstenstraßen Europas. Dieser folgte ich nun in nordwestliche Richtung. Links schweifte der Blick immer wieder aufs Meer, rechts erhob sich das Dinarische Gebirge direkt aus dem Meer steil empor.

Ich wollte mich gerne noch ein wenig Bewegen und fand im Wanderführer sogleich eine nicht allzu lange Wandertour. Von Starigrad-Paklenica führte eine kleine und steile Straße hinein ins Gebirge und zum Ausgangspunkt der Wanderung. Immer wieder gab es einen fantastischen Blick auf die Adria und die kroatischen Inseln. Das Gebirge hatte einen ganz anderen Charakter als z.B. die Alpen. Alles sah noch sehr unberührt aus und vorallem gab es keine Seilbahnen!

Der bestens markierte Wanderweg führte mich schnell über die Baumgrenze, wodurch ich sehr schöne Ausblicke genießen konnte. Das letzte Stück hinauf zum Gipfel erwies sich als recht anspruchsvoll. Ich musste mich am steil ansteigenden Felsen an einem Drahtseil nach oben arbeiten.

Auf dem 1110m hohen Bojin Kuk angekommen, eröffnete sich mir ein absolut fantastischer Ausblick. Der Blick schweifte über das Meer, die Insel Pag, die kleineren Inseln dahinter und auf die vielen Gipfel des Dinarischen Gebirges. Ich verweilte eine lange Zeit auf dem Gipfel und genoss einfach die herrliche Sicht! Ich wollte gar nicht mehr absteigen! Die sich allmählich dem Horizont nähernde Sonne zwang mich dann doch leider zum Abstieg. Die Nacht verbrachte ich in Starigrad-Paklenica.

=> Etappe 3, Starigrad-Paklenica – Karlobag