Nach einer kurzen Nacht machte ich mich schon früh auf den Weg. Bei einem Bäcker kaufte ich mir ein paar Semmeln, die ich an einem schönen Plätzchen frühstücken wollte. Im kleinen Örtchen Tribanj fand ich dazu eine Bank am Meer. So kann der Tag doch beginnen!

Im Gegensatz zu den vielen Berichten, die ich über die Küstenstraße gelesen hatte, war erstaunlich wenig Verkehr. So ließ es sich gemütlich an der Küste entlangfahren. Es gab immer wieder tolle Aussichten, oftmals aber ohne anhalten zu können. Mein Ziel war Karlobag, denn dort ging die nächste Straße hinein ins Gebirge.

In unzähligen Serpentinen schlängelt sich diese Straße die Berge hinauf. Auf dem 927m hohen Pass gab es eine schöne Aussicht hinunter auf das Meer.

Ich dachte mir, hier lässt es sich bestimmt auch schön wandern! Der Wanderführer gab leider nichts her, dafür fand ich schnell mit dem Handy eine Tour. Von Baske Ostarije folgte ich zunächst einem eher langweiligen Forstweg. Ich war schon ein bisschen enttäuscht von der Wanderung, als ein unscheinbarer aber markierter Pfad abzweigte. Er führte mich auf den 1270m hohen Grabar. Vom Gipfel, der wie eine kleine Nadelspitze aufragte, hatte ich ein super Panoramablick. Ich wanderte weiter auf mein eigentliches Ziel: Den um vier Meter höheren Kiza, der mit einem nicht weniger imposanten Panoramablick auf mich wartete. Der Weg hinauf war aber nicht ganz so einfach zu finden. Dafür war ich, wie auch fast auf der ganzen Wanderung vollkommen alleine.

Es gefiel mir so gut auf dem Gipfel, dass ich mir wünschte den Sonnenuntergang vom Kiza aus zu beobachten. Und da man sich ja Wünsche auch erfüllen soll, verweilte ich nicht allzu lange, stieg sehr schnell ab, lief zum Auto, fuhr so nah wie möglich an den Gipfel und stieg mit der notwendigen Ausrüstung wieder auf. So stand ich etwa 2 Stunden vor Sonnenuntergang mit genug Essen, Trinken und wärmerer Kleidung wieder auf dem Gipfel. Jetzt konnte ich alles richtig genießen.

Der Sonnenuntergang war richtig schön und die Landschaft war ein tolles Licht getaucht! Als es fast dunkel war, machte ich mich auf den Weg nach unten und zum Auto. In Karlobag hatte ich mir vor dem ersten Abstieg eine Unterkunft gebucht.

=> Etappe 4, Karlobag – Krk