Etappe 5, Insel KrK und die Fahrt zu den Plitvicer Seen

Nach dem Frühstück mit dem besten Kaffee, den ich in Kroatien getrunken habe, empfahl mir meine Gastgeberin ein paar Sehenswürdigkeiten für eine Tag auf der Insel Krk.
Mein erster Halt war südwestlich von Stara Baska. Eine kleine Straße führte steil und mit toller Aussicht hinunter zur Küste und weiter in den kleinen Ort. Dort gab es ein paar nette kleine Buchten wie z.B. die Surbova Bucht.

Weiter ging es in den Ort Baska. Baska hat eine schöne kleine Altstadt und einen Strand mit zahlreichen Restaurants und Bars, was zu einer kleinen Kaffeepause einlud.

So wirklich beeindruckt haben mich die beiden Orte und Krk insgesamt noch nicht! Es war noch früh am Tag, sodass ich auch noch nicht von der Insel runter wollte. Daraufhin suchte ich mir eine Wanderung nahe Baska raus. Sie führet über einen anfangs geteerten Weg und später über einen markierten Trampelpfad auf den zweithöchsten Berg der Insel – den Veli Vrh mit 551m. Zwischendurch verlor ich leider die Markierung, sodass ich querfeldein hinauf zum Gipfel laufen musste. Das war aber auch ganz spannend.

Vom Gipfel hatte ich einen tollen Blick über nahezu die gesamte Insel, ich konnte hinüber auf das Dinarische Gebirge blicken, aber auch auf die Kvarner Bucht und die Halbinsel Istrien.

Vor dem Abstieg überlegte ich, wo ich denn mein heutiges Tagesziel setzen könnte. Ich wollte gerne durch das Landesinnere zurück fahren. Deshalb fiel meine Entscheidung auf den Nationalpark Plitvicer Seen, die ein Stück entfernt von der Küste liegen. Bis dahin waren es etwas über 200km zu fahren. Die Strecke plante ich wieder auf kleinen Straßen, was bisher immer spannend war.

Die Insel Krk war auch gleich viel schöner, wenn die Fahrt über kleine Straßen führt. Zurück auf dem Festland ging es wenige Kilometer von der Küste weg durch kleine Orte. Hier merkte ich sofort einen Unterschied zu den Orten an der Küste selber: Nichts deutet hier auf Tourismus hin, nichts darauf dass hier überhaupt viele Besucher vorbei kommen. Die Ortschaften sahen wesentlich heruntergekommener aus, alles wirkte viel ärmlicher als die Küste oder Inseln. Aber auch diese Seite von Kroatien hatte für mich einen gewissen Charme. Es machte Spaß, durch diese einsamen Gegenden zu fahren.

Schließlich ging es gänzlich weg von der Küste hinein in das Innere von Kroatien. Ich fuhr auf extrem kurvenreichen Straßen. So viele Kurven wie an diesem Tag bin ich wahrscheinlich in meinem ganzen Leben noch nicht gefahren. Ich kam dadurch zwar nicht schnell vorwärts, aber ich hatte ja auch Urlaub! Die Landschaft gefiel mir hier sehr gut, alles sah so unberührt aus, es gab nur kleine Ortschaften oder vereinzelte Häuser und kaum Verkehr.

Kurz nach Sonnenuntergang erreichte ich schließlich meine Unterkunft in Rakovica nahe den Plitvicer Seen.

=> Etappe 6, Plitvicer Seen – Split